Nvidia Treiber

Da war doch was! Ältere Nvidia-Grafikkarten vertragen sich nicht mit den aktuellen Treibern. Doch während man für Windows die entsprechende Version, welche noch die Karte unterstützt, runterladen und installieren kann, geht es bei Linux ein wenig anders. Wie es bei Arch gemacht wird, will ich hier beschreiben.

Vorbereitung

So viel gibt es da nicht vorzubereiten. Man muss wissen, welche Karte man hat und dann herausfinden, welchen Treiber man braucht.

Welche Karte man hat findet man eigentlich ganz einfach heraus. Man öffnet einen Terminal und gibt folgendes ein:

sudo lspci -k | grep -A 2 -E "(VGA|3D)"

Bei meiner Frau kommt dann folgendes raus:

01:00.0 VGA compatible controller: NVIDIA Corporation GT218 [GeForce 210] (rev a2)
	Subsystem: ASUSTeK Computer Inc. EN210 SILENT
	Kernel driver in use: nvidia

Es handelt sich also um eine GT218 der GeForce 210 Serie. Damit können wir nun auf die Suche nach dem richtigen Treiber gehen. Dafür bietet sich natürlich die hauseigene Seite von Nvidia an, die man hier findet.

Das sind meine Suchparameter und wenn ich die abschicke bekomme ich folgendes:

Wir brauchen also die Version 340.107. Sollte ja kein Problem sein. Man kann sich den Treiber auch direkt von der Seite laden, ich bevorzuge aber den Weg über den Paketmanager.

Installation

Findet man jetzt das entsprechende Paket für den Treiber in pacman unter Arch? Nee, Arch-Geleckt! Das müssen wir über AUR machen. Das ist aber auch irgendwie gar nicht so schlimm und allgemein empfinde ich diese Variante in einigen Punkten sogar besser als die Overlays in Gentoo. Zumindest in mancher Hinsicht.

Also. Wir brauchen zuerst mal eine Quelle. Da ist zum Beispiel Google sehr freundlich, denn wenn man dort eingibt:

arch nvidia 340

Bekommt man dieses Ergebnis so etwa auf dem zweiten Platz.

https://aur.archlinux.org/packages/nvidia-340xx/

Dort findet sich nun der Link, mit dem man sich die Quelle mittels git besorgen kann. Ich habe auf eigentlich allen Rechnern mit Arch im Home-Verzeichnis meines Benutzers das Verzeichnis »aur«, wo ich so zeug drin baue und von dort aus installiere. Wohl gemerkt, Pakete mit aur baut man als Benutzer und installiert sie erst danach als Root! Verwirrt mich zwar ein bisschen, ist aber kein Problem. Ich gehe also in mein aur Verzeichnis und gebe dort folgendes ein:

git clone https://aur.archlinux.org/nvidia-340xx.git

Das Ergebnis ist nicht sonderlich spektakulär:

Wir haben aber nun ein neues Verzeichnis namens »nvidia-340xx« und da wechseln wir rein. Wie das geht weiss hoffentlich jeder.

Das Paket wird so erstellt:

makepkg

Macht man das zum ersten Mal kann man stark davon ausgehen, dass folgendes dabei herauskommt:

Da wäre das, was ich am Overlay in Gentoo besser finde. Da werden Abhängigkeiten dann einfach gleich mitinstalliert. Aber gut, kümmern wir uns drum.

Eigentlich ist nur »nvidia-340xx-utils=340.107« wirklich interessant. Die beiden anderen Punkte beziehen sich auf den Kernel. Wenn man sein System aktuell hält, bekommt man diese Meldung natürlich nicht. Da ich es hier aber in einer virtuellen Umgebung demonstriere und die noch nicht auf dem neusten Stand ist, kommt es eben zu dieser Meldung.

Schau an, kaum hat man das System auf den neusten Stand gebracht, klappt es auch mit den Abhängigkeiten!

Wie ich ja schon sagte, nur »nvidia-340xx-utils=340.107« ist wirklich von Belangen und da man das nicht einfach in den Paketquellen findet, wer hätte es gedacht, muss man es ebenfalls mittels AUR installieren.

Also raus aus dem Verzeichnis und das entsprechende Paket mittels git clonen.

git clone https://aur.archlinux.org/nvidia-340xx-utils.git

Rein in nvidia-340xx-utils und dort das ganze bauen, also:

makepkg

Da gibt es dann normalerweise keine Probleme mit irgendwelchen Abhängigkeiten und man kann warten, bis alles geladen und gebaut wurde. Dann geht es weiter.

Wenn alles fertig ist, sieht es in etwa so aus, dann können wir weitermachen. Gebaut ist jetzt alles, jetzt muss es nur noch installiert werden und das machen wir mit pacman als Root.

sudo pacman -U nvidia-340xx-utils-340.107-3-x86_64.pkg.tar.xz

Das dauert einen kleinen Moment. Danach ist das Paket aber installiert und nun können wir uns endlich um den Treiber kümmern!

Also wieder raus aus dem Verzeichnis und zurück nach nvidia-340xx. Wenn wir alles richtig gemacht haben, dann sollte das Paket jetzt einwandfrei bauen!

Bingo! Jetzt hat das alles geklappt und wir können endlich den Treiber installieren.

sudo pacman -U nvidia-340xx-dkms-340.107-3-x86_64.pkg.tar.xz

Geschafft! Damit ist der Treiber nun endlich installiert und kann verwendet werden. Normalerweise startet man einfach einmal neu und fertig!

Update

Wieso genau denn Updates? Die Treiber sind doch uralt, dafür gibt es doch keine Updates mehr, oder?

Doch, die gibt es! Allerdings handelt es sich dabei eigentlich nur um Patches, damit der Treiber mit dem aktuellen Kernel funktioniert.

Um ein Update durchzuführen, muss man jetzt nicht wieder das ganze Spielchen von Vorne beginnen. Auch braucht es nvidia-340xx-utils dafür nicht. Es geht einfach und schnell.

Man muss in das Verzeichnis »nvidia-340xx« gehen und dort mittels git die neuste Version herunterladen.

git pull

Gibt es eine neue Version wird das, was sich geändert hat, angezeigt. Danach ist es das gleiche Spiel wie oben. Erst makepkg, dann pacman -U.

Das muss man aber nicht wirklich oft durchführen. Eben dann, wenn ein neuer Kernel installiert wurde, der mit der aktuellen Version des Treibers nicht mitspielt. Das merkt man ja schnell, wenn man den Rechner bootet und anstatt dem Login-Bildschirm blinkt da nur ein Cursor. Da empfiehlt es sich dann, den Treiber zu aktualisieren und in aller Regel funktioniert es dann sofort wieder.

Anmerkung

Auch wenn ich hier jetzt auf einen spezifischen Treiber eingegangen bin, geht es doch auch mit anderen Versionen. Man muss dann eben nur die entsprechende Pakete auswählen, dann klappt das auch. Einfach mal ein bisschen mit rumspielen, so viel kann man da nicht kaputt machen!

Dart-Halter V 3.0

Ach ja, man entwickelt etwas, ist dann soweit zufrieden damit und was dann? So ganz aus Versehen löscht man das Zeug und es ist weg. Da nützt alles heulen nicht, schliesslich hätte ich ja auch ein Backup machen können. Habe ich nicht, also frisch ran ans Werk!

Alles kopieren?

Die Version 2.3 des Darthalters hat sich mittlerweile bewährt! Ich weiss gar nicht, wie viele Spiele ich damit schon absolviert habe und alles, was ich daran wirklich zu bemängeln habe ist, dass sich das PLA im Auto bei hohen Temperaturen verformt hat. Davon abgesehen hat sich das System als absolut tauglich herausgestellt!

Also könnte ich einfach das Original noch einmal vermessen und nachbauen. Wäre nicht unlogisch und auch nachvollziehbar!

Neu bauen?

Ich könnte aber natürlich auch zurück ans Reissbrett und alles von Vorne entwickeln. Das hätte auch so seine Vorteile, könnte ich doch auf diese Weise einen völlig neuen Ansatz verfolgen. Es hätte aber auch wieder den Nachteil, alle bisher erlangten Erfahrungen sind für die Katz und es beginnt das erneute Versuch und Scheitern! Würde das nicht immer Filament kosten und vor allem auch immer ein paar Stunden Druck bedeuten, wäre das tatsächlich eine Möglichkeit. Oder wenn ich eine Möglichkeit hätte, einen Fehldruck zu schmelzen und wieder zu verwenden. Habe ich aber leider auch nicht. Will ich zwar bauen, aber so weit bin ich noch lange nicht!

Einfach weiterentwickeln?

Das wäre wohl die Variante mit der grössten Logik! Ich nehme einfach meine Erfahrungen und während ich das Original neu in Blender aufbaue, lasse ich gleich neue Ideen mit einfliessen. Ja, so klingt das doch sehr gut!

Neu in V 3.0

Ich nehme also alles, was ich an der verloren gegangenen Version gut fand und baue das ein, was ich als sinnvoll erachte. Das kommt dabei heraus:

Deutlich zu sehen ist, die ganze Sache ist kompakter geworden. Die Führung für die Riemen sitzt nun nicht mehr Rechts und links, sondern direkt Vorne und Hinten. Dadurch erhoffe ich, mit einem einzigen Riemen auskommen zu können und auch andere Varianten, als nur Klettband verwenden zu können.

Allerdings gehen damit die Erweiterungsmöglichkeiten verloren! Nicht ganz, denn es gibt genug Aussparungen, in die ich noch was einbauen kann, aber so, wie es bislang realisiert wurde, geht es jetzt nicht mehr. Schlimm ist das aber nur bedingt, denn was ich bislang an Erweiterungen erdacht habe, wird sich auch so realisieren lassen.

Gebaut ist es schon, jetzt muss es nur gedruckt und getestet werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie es sich schlägt!

So sieht das dann beim Druck aus

Cinnamon auf Deutsch unter Arch

Also, ich muss ja doch mal zugeben, Arch-Linux hat bei mir viel an “Zuneigung” gewonnen. Es gibt zwar ein paar Punkte, da ist mir Gentoo deutlich lieber, aber im Allgemeinen ist Arch echt super!

Mittlerweile läuft es nativ auf meinem NetBook, dem Rechner meiner Frau und meinem neuen Laptop für die Arbeit, der mir freundlicherweiser von meinem Kollegen zur Verfügung gestellt wurde. Der eigentliche Vorteil an Arch ist, Installation und Updates dauern nur einen Bruchteil der Zeit, wie Gentoo sie verlangt.

Aber gut, darum geht es ja jetzt nicht. Mittlerweile hat sich ja Cinnamon auf meinen Rechnern als Desktop durchgesetzt. Das hat einige Gründe, wobei keiner davon stichhaltig genug ist, um ihn zu nennen. Ich wollte eben einfach mal wieder etwas neues. So. Wie man das installiert, habe ich ja im Artikel »Bis zur grafischen Benutzeroberfläche« beschrieben.

Es gibt da aber so ein Punkt, den ich nicht ganz verstanden habe und der mich schon ein bisschen aufgeregt hat. Cinnamon blieb unter Arch stur auf englisch! Das ist im Allgemeinen kein Problem, da ich es trotzdem verstehe, aber wenn ich schon ein DE einsetze, der so viel Ballast mitbringt, dann soll der doch auch bitte auf deutsch sein. Denn, unter Gentoo ist er sofort auf deutsch!

Aber was tun, wenn da keine Einstellmöglichkeiten für sind? Ich habe gesucht und gesucht, den Fehler auch in der generellen Lokalisierung des Systems vermutet doch nein. Nichts von dem war es. Es war eigentlich viel einfacher!

Gibt man folgendes im Terminal ein

sudo pacman -S cinnamon-translations

dann wird das Paket installiert und sofort danach, ohne irgendetwas neustarten zu müssen, ist Cinnamon auf deutsch. Das war echt nicht schwer und erklärt auch, warum es bei Gentoo sofort dabei war. Unter Gentoo wird das Paket über die Einstellungen vom System gleich mitinstalliert. Peng, fertig!

So einfach kann es gehen. Bei meiner Frau ist es jetzt auch auf deutsch und die ist auch Happy. Manchmal sind die Lösungen so einfach! Aber wenn man es anders gewohnt ist, werden auch Banalitäten gerne mal zum Geduldsspiel!